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Utopisches Flimmern 2010


Stadt, Land – wie wollen wir leben

Berlin
Substitut, Torstraße 159, 10115 Berlin, U8 - Rosenthaler Platz

Mittwoch, 06. Oktober 2010 – ZÜRI BRÄNNT

Mittwoch, 03. November 2010 – Vorfilm: WARUM HÜHNERLAND?
IDEAL 50 – VOM PLAN ZUR STADT ZUM NEUEN MENSCHEN
in Anwesenheit der Filmemacher

Mittwoch, 01. Dezember 2010 – ÜBERRASCHUNGSFILM
immer: 20:30


Züri brännt
 
Warum Hühnerland?

Bremen
Galerie Plantage 13 – 28215 Bremen in Kooperation mit Heinrich Böll Stiftung Bremen und Katrin Rabus Kulturprojekte

Sonnabend, 13. November 2010 – 18:00 Uhr – ZÜRI BRÄNNT
anschließend Abendbrot & Diskussion

Sonntag, 14. November 2010 – 11:00 – Vorfilm: WARUM HÜHNERLAND?
IDEAL 50 – VOM PLAN ZUR STADT ZUM NEUEN MENSCHEN
vor dem Film Frühstück & Gespräch auch nach dem Film

Eintritt frei – Spende willkommen

ZÜRI BRÄNNT Schweiz 1980, 70 min., s/w, Regie: Gemeinschaftsarbeit des Videoladen Zürich. Züri brännt gilt als ein Schlüsselwerk im Bereich des politischen Videos. "Es dauerte lange, bis Zürich brannte. Und als es endlich Feuer gefangen hatte, fand dieses keine Nahrung. Denn Beton tönt hohl und will nicht brennen." Am 30. Mai 1980 protestierten Zürcher Jugendliche gegen den 62 Millionen teuren Umbau der Oper und forderten stattdessen bezahlbaren Wohnraum und ein autonomes Jugendzentrum. Der Opernhauskrawall war nur eine von zahlreichen Demonstrationen, Besetzungen und anderen Aktionen, mit welchen die Jugendlichen gegen die "Behäbigkeit und den verstaubten Mief des konservativen Bürgertums in der Zwinglistadt" aufbegehrten.

WARUM HÜHNERLAND? Deutschland 2010, 15 min., Regie: Ivo Schmid. Der Kurzfilm stellt uns die neuen und alten Bewohner des Dorfes Hühnerland vor, das an der ICE-Strecke Berlin-Hamburg, im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns liegt.

IDEAL 50 – VOM PLAN ZUR STADT ZUM NEUEN MENSCHEN Deutschland 2007, 68 min., Regie: Gregor Bartsch und Marcus Große. Mit dem Dokumentarfilm erinnern wir an ein Land, das Deutsche Demokratische Republik hieß (vor 20 Jahren vereint mit der Bundesrepublik Deutschland) und können eine Utopie von Stadtentwicklung mitverfolgen. Die reine „Planstadt“ in der Nähe von Fürstenberg (Oder) wurde im Frühjahr 1950 begonnen und wurde die erste sozialistische Stadt der DDR. Eisenhüttenstadt, wie sie ab 1961 hieß.

Herzlichen Dank gebührt unseren Gastgebern Urs Kuenzi, in den Räumen des Substitut - Raum für aktuelle Kunst aus der Schweiz, sowie Katrin und Werner Rabus in Bremen.
Utopisches Flimmern wird 2010 kuratiert von Sala Deinema, Peter Roloff und Peter Rüdel. Moderationen: S. Deinema, P. Roloff und Jörg Streese.
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„Utopisches Flimmern“ zeigt Filme aus verschiedenen Genres: Fiktion, Dokumentation und Experimentalfilm. Ein Experte – etwa ein Psychologe, Künstler, Naturwissenschaftler oder Wirtschaftstheoretiker – kommentiert den jeweiligen Film aus seinem ganz eigenen Blick- und Erfahrungsfeld. Der Film wird gegen den Bildstrich gebürstet – das utopische Potential wird sichtbar.

Das utopische Denken als Motor unseres Lebens

Die positive Kraft von Utopie ist nicht das geschlossene Weltensystem, sondern liegt in seiner Entgrenzung begründet. Utopie hilft uns, Denkblockaden und geistige Lähmung zu überwinden. Sie ist Denkbeschleuniger, Motivator, Türöffner. Utopisches Denken ist das Überall von Ideen, das jederzeit und allerorts den Alltag bereichert. Die Energie der utopischen Idee stößt Handlung an, sie bewirkt Bewegung und Veränderung. Die Faszination dieser utopischen Ideen beruht auf der Kraft der Narration und der durch sie ausgelösten inneren Bilder.

„Utopisches Flimmern“ ist in das langfristige Kunst- und Kulturprojekt der Reisenden Sommer-Republik eingebunden. Es startete im August 2005 mit einem Open-Air-Kurzfilm-Programm an der Weserkaje von Brake im Rahmen der Gründungsveranstaltung der Sommer-Republik, dem „Inselkongress 2005 – Ausflug in die Utopien“. Im 19. Jahrhundert biwakierten vor Brake auf der Weserinsel Harriersand 250 Utopisten mit dem Ziel der Gründung einer deutschen Musterrepublik in Amerika.

Kontakt
Sala Deinema | deinema@sommer-republik.de
Peter Roloff | peter.roloff@sommer-republik.de

 

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